Verein für angewandte Lernforschung
und individuell berufliche Förderung e.V.

AD(H)S

AD(H)S kann ursächlich vorhanden sein, aber auch im Erscheinungsbild als Folge einer nicht erkannten Teilleistungsstörung auftreten. Eine genaue Abklärung ist deshalb außerordentlich wichtig. Die Diagnose bei AD(H)S wird vom Kinderarzt oder Kinder- und Jugendpsychiater vorgenommen.

Die Bundesärztekammer definiert, in Anlehnung an den ICD 10, F 90 ff:

„Über die Symptome Unaufmerksamkeit, motorische Unruhe und Impulsivität wird eine Gruppe von Störungsbildern definiert, die in den gebräuchlichen Klassifikationssystemen ICD-10 und DSM IV als Hyperkinetischen Störungen (HKS) bzw. Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung (ADHS) detailliert beschrieben und mit diagnostischen Kriterien versehen werden. Die Grundmerkmale sind:

  • Störung der Aufmerksamkeit mit Mangel an Ausdauer bei Beschäftigungen und die Tendenz, Tätigkeiten zu wechseln, bevor sie zu Ende gebracht wurden.
  • Unruhiges Verhalten insbesondere mit Unfähigkeit, stillsitzen zu können.
  • Impulsivität z. B. mit abrupten motorischen und / oder verbalen Aktionen, die nicht in den sozialen Kontext passen.

Die Merkmale sind gleichermaßen in den genannten drei Verhaltensgrundmustern oder zumindest mit Schwerpunkt in einem der Bereiche ausgeprägt. Entscheidend für die Diagnose ist neben ihrer Ausprägung der frühe Beginn der Störung; im Allgemeinen vor dem Alter von sechs Jahren sowie eine Dauer des Bestehens von wenigstens sechs Monaten. Jungen sind deutlich häufiger betroffen als Mädchen.

Andere, für die Diagnose jedoch nicht maßgebliche Störungen verbinden sich überzufällig häufig mit Hyperkinetischen Störungen bzw. Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung (ADHS), vor allem umschriebene Entwicklungsstörungen der Sprache, des Lesens und der Rechtschreibung, sowie, teils sekundär, Störungen des Sozialverhaltens und emotionale Störungen.

Vor dem sechsten Lebensjahr ist hyperaktives, unaufmerksames Verhalten nur schwer von entwicklungsbedingter, natürlicher Unruhe abzugrenzen. Hyperkinetische Störungen bzw. ADHS sollen nur dann diagnostiziert werden, wenn bei starker Ausprägung ein Missverhältnis zu Entwicklungsalter und Intelligenz besteht.“

A-L-F e.V. bietet keine reinen AD(H)S-Therapien an. Wir arbeiten aber häufig mit Kindern, die neben einer Legasthenie / Dyskalkulie auch unter AD(H)S leiden bzw. die beschriebenen Auffälligkeiten aufweisen.

Nähere Informationen über das ADHS-Netzwerk Nürnberg Fürth Erlangen.

 

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